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Aktuell -
was wir machen |
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1. November 2008
Die Temperaturen sind tief, die Blätter sind gefallen und der Winter
ist vor der Türe. Hurra !! Für uns bei Willow Creek Kennel die beste
Zeit des Jahres: Winter ! Was für einen Unterschied ein Jahr ausmachen
kann. Obwohl ich mit meiner, sowohl als auch mit der Leistung meiner Hunde
sehr zufrieden war, liefen die Vorbereitungen für das Iditarod 08 sehr
schlecht. Verschiedene Faktoren waren verantwortlich dafür. Dieses Jahr
jedoch sieht alles sehr rosig aus. Was ich beim Iditarod als schwierigste Hürde
sehe, ist nicht das eigentlich Rennen, sondern der Weg bis zum
Startschuss.
Wir haben dieses Jahr einen jungen, motivierten Helfer namens Kevin, 23
Jahre jung und strotzt vor Energie. Er stammt aus Montana und hat diesen
Sommer auf einem Gletscher in Alaska Hundeschlittentouren für Touristen
angeboten. Er hat schon ein bisschen Erfahrungen mit Schlittenhunden und
ist begeistert, uns für diesen Winter unter die Arme greifen zu können.
Das Training könnte bis jetzt nicht besser sein. Wir haben 27 junge,
gesunde Kraftpakete, die es nicht erwarten können, das Iditarod 09 zu
bestreiten. Die Temperaturen waren für Oktober schon sehr tief (minus 25
Grad Celsius, heute morgen) und wir haben ca. 15cm Schnee. Alaska, das
wahre Schlitten - hundeparadies. Der Schnee reicht jedoch noch nicht, um
mit dem Schlitten zu trainieren und wir sind daher noch mit dem Quad unterwegs,
was jedoch auch viel Spaß macht. Die Welpen wachsen wie verrückt und
schon jetzt sehe ich, dass wir es hier mit sehr talentierten Athleten zu
tun bekommen werden. Alle 20 werden jeden Tag trainiert und auf
20-minuetige Läufe mitgenommen, um Muskulatur aufzubauen und wir lehren
ihnen auf unsere Kommandos zu hören und sich gegenseitig nicht dauernd
zu zanken. was eigentlich ganz gut klappt (ab und zu gibt es jedoch Schlägereien
:-)
Welche Rennen wir vor dem Iditarod 2009 bestreiten werde, ist noch
ungewiss. Das Copper Basin 300 ist auf jeden Fall auf dem Programm. Für
mehr Infos; www.cb300.com
Es ist sehr wichtig, an Rennen vor dem Iditarod teilzunehmen um zu sehen,
welche Hunde sich dafür eignen und für welche der ganze Rennstress zu
viel ist. Am Copper Basin konnten wir letztes Jahr auf den 8. Platz fahren
und wir möchten uns natürlich verbessern. Wahrscheinlich werden wir dazu
noch ein 200 Meilen Rennen fahren, welches weiß ich jedoch noch nicht.
Ich werde in den nächsten Wochen darüber entscheiden.
Ich brachte Andrea vor 2 Tagen zum Flughafen. Nein, zum Glück hatte
sie nicht die Schnauze voll von mir ;-) sie ging an eine Tierärzte
Konferenz in San Diego, Kalifornien. Kurz bevor ihrer Abreise erwischte
sie eine starke Grippe. Sonne und Wärme ist genau das, was sie jetzt
braucht. Sie töpfert auch diesen Winter fleißig weiter und zaubert viele
Kaffeetassen, Teller und Vasen daher. Die ganze Töpferei ist für sie das
perfekte Ventil um Stress von ihrem hektischen Alltag abzubauen.
Also meine geliebten deutschsprachigen Leser in Amerika und Europa. Nächsten
Dienstag findet bei uns hier eine extrem wichtige Wahl statt. Leider kann
ich nicht wählen, da ich "noch" kein amerikanischer Staatsbürger
bin. Ich hoffe soooo sehr, dass Barack Obama gewinnt. Let's hope !!!!!
Einen schönen November wünscht
Sven und Andrea Haltmann....... |
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9. September 2008
Hurra !! Der Sommer 2008 geht langsam aber sicher dem Ende zu. Es war
eigentlich nie recht Sommer, denn das Thermometer stieg nur 3 Mal über 25
Grad Celsius. Für die Hunde war das natürlich optimal und so konnte
unsere Helferin aus Urneasch Patrizia, die Hunde den ganzen Sommer über
und ohne große Pausen trainieren. Auch dieses Jahr hatten wir wieder Glück
mit unserer Sommer Hilfe. Mit Hilfe meiner Schwester Nadja, konnten wir
Patrizia aus Urneasch (Appenzell Außerrhoden Jawohl !!) bei uns für den
Sommer einstellen. Sie arbeitete hart und was für mich das Wichtigste
ist; liebte die Hunde über alles. Während ich also mit der Feuerwehr beschäftig
war, kümmerte sie sich um das Geschäft zu Hause.
Dies war nun der 5. Sommer mit der Pioneer Peak Hotshot Crew. So wenige
Feuer wie dieses Jahr hatten wir soweit noch nie. Das es sehr kalt und
regnerisch war tat sich nicht viel. Wir hatten im Frühling ein paar Einsätze
(2 Mal sogar über dem Arctic Circle) und konnten dann Ende Juli endlich
nach Kalifornien, wo es brennte wie verrückt. Dort gerieten wir dann in
Teufels Küche. Sage und schreibe 45 Grad. Na ja, ich erinnere mich noch
an meine Zeit als Reiseleiter in Griechenland. Es herrschten für 2 Wochen
ca. 40 Grad. Wenn man die Zeit im Meer oder in einem Raum mit Klimaanlage
verbringen kann, ein kaltes Bier oder eine Pina Colada trinkt und dazu
noch Bob Marley hören kann, tönt das ja ganz verlockend, nicht??
Ihr müsst Euch doch in folgende Situation versetzen. Es herrschen 45
Grad, wir tragen langarmige feuersichere Hemden sowie Hosen, Motorsägen -
Schutzhosen, Helm, Lederhandschuhe, ein 30kg Rucksack und die Stihl 046
Motorsage auf den Schultern und marschieren Hänge hoch, bei denen wir
sogar unsere freie Hand benutzen müssen um rauf klettern zu können. Ich
wusste nicht, dass es im Norden Kaliforniens so steil ist. Und jetzt die Krönung;
Das alles im Rauch, sodass man kaum 20 Meter weit sehen kann. Juhui......
Am 27. August war mein letzter Arbeitstag und jetzt gilt es wieder
ernst. Die Vorbereitungen für das kommende Iditarod sind jetzt schon im
vollen Gange. Dank dem intensiven Sommertraining sehen die Hunde super
aus. Sie sind voller Energie und der kommende Winter wird zeigen was sie
drauf haben. Wir hoffen bei jedem Rennen, bei dem wir diesen Winter
teilnehmen in die vorderen Plätze zu fahren. Und natürlich dürfen wir
unseren Nachwuchs nicht vergessen. 20 Welpen sind die letzten 3 Monate auf
die Welt gekommen. Am 28. Juni waren es 7, Am 20. Juli nochmals 7 und am
8. August gab es 6. Die Räuberbande wird schon fleißig auf Spaziergänge
mitgenommen um sie so auf unsere Stimme und Bewegungen zu trainieren.
Blaze darf natürlich auch mit und beisst den kleinen Viechern schon kräftig
in die Schwänze...
Vor 2 Tagen verbrachten wir ein langes Wochenende am Meer, etwa 350km südlich
von hier. Ca. 50 Meter vom Meer entfernt besitzen Sponsoren von uns ein wunderschönes
Strandhaus das wir für uns benutzen konnten. Wir gingen kayaken, Velofahren
und genossen die Ruhe vor dem Sturm, denn der kommende Winter wird viel in
sich haben und die Haltmann Hotshots werden hart für das Iditarod 2009
trainieren.
Photos werden auf dieser Seite in Kürze veröffentlicht........
Bis bald........Tschuesss
Sven und Andrea Haltmann |
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21. Maerz, 2008 / Iditarod Renn - Bericht
Wir haben es geschafft.!!! Judihui. Wir haben die Prüfung; Iditarod
2008 bestanden. Ich bin sehr stolz auf unsere Hunde, sie haben meine
Anforder - ungen voll erfüllt. Natürlich ist es sehr schwierig,
sich in den letzten paar Tagen für das definitive Iditarod Team zu
entscheiden. Welcher Hund bleibt zu Hause, welcher Hund darf
mit..........Na ja, bei Rennstart hatte ich meine Mannschaft zusammen
gestellt und die Hunden, jene zu Hause bleiben mussten, schauten mir mit
einem enttäuschenden Blick in die Augen. Hunde fühlen das und spüren,
das etwas großes vor der Tür steht. Am 1. März fand der
zeremonielle Start in der größten Stadt Alaskas, in Anchorage statt. Die
Zeit wird an diesem Tag noch nicht gemessen, denn dies ist ein Tag wo
Sponsors und Iditarod Fans sich mit den Mushern unterhalten und sich die
Hunde von Nah anschauen können. Meine Hunde waren natürlich ganz
aufgeregt, denn es passiert ja nicht jeden Tag, dass man von so vielen
Leuten umzingelt und bestaunt wird. Red, Ash, Pirat und Willow genossen
die ganze Aufregung und fühlten sich schon wie richtige Stars, ließen
sich von Fans streicheln und bellten ab und zu an einen benachbarten
Schlittenhund. Auch ich war ganz locker (zu meinem Erstaunen) und genoss
das ganze Treiben und informierte Fans über unsere Hunde, unseren Sport
und das Iditarod. Am Sonntag, den 2. März ging's dann
richtig los. In Willow, 3 km von unserem Haus entfernt fand der richtige
Start statt. Jetzt wurden die Stopp - Uhren gestellt und das Rennen
begann. Nervosität verschob die am Vortag angebrachte Lockerheit und auch
die Hunden spürten, dass es jetzt los ging und Ernst angebracht werden
musste. Wir starteten um 16.20 Uhr......Ich umarmte Andrea und meine
Helfer zum letzten Mal und verabschiedete mich von den Iditarod Fans,
Freunden und Bekannten, die uns viel Glück für das große Rennen wünschten.
Ich hatte Agate und Maple in der Leithund Position und die Zwei machten mächtig
Dampf. Die ersten 20km führten uns über Sümpfe und Seen und ist
technisch recht einfach außer einem steilen, blinden Hügel, wo die Hunde
runter rennen wie die Raketen. Dann kam eine große Überraschung;
Spruce, mein Super Leithund und einer meiner Lieblinge zog nicht mehr und
machte einen sehr müden Eindruck. Zur Info; Spruce ist einer meiner
besten Leithunde, hat immer Energie und hört nie auf zu ziehen. Er sah so
schlecht aus, sodass ich ihn für die nächsten paar Meilen in den
Schlitten laden musste und das nach nur 30km! und wir hatten noch 1'600km
vor uns !!! Obwohl ich plante, am nächsten Streckenposten nicht zu
rasten, lag ich eine Pause ein, um mit den vorhandenen Tierärzten über
die Gesundheit Spruce's zu reden. Nach 10 min. Hin und Her kamen sie zum
Entschluss, dass sich Spruce wahrscheinlich eine Lungenentzündung
zugezogen habe. Natürlich war diese schlechte Diagnose Grund genug für
mich den Hund sofort aus dem Team zu nehmen und ihn per Flugzeug nach
Hause zu Andrea zu schicken, wo er von ihr verpflegt werden konnte.
Andrea's Berichten zu folge, erholte er sich schnell und ist jetzt schon
wieder voll auf den Beinen und fit. Natürlich war das eine große
Enttäuschung für mich, das Rennen ohne Spruce weiterzufahren. Aber ich
bin einer, der sich von Nichts stoppen lässt und nach kurzer Trauer war
ich wieder voll bei der Sache. Ich checkte den Rest meines Teams (immer
noch 15 Hunde) und alle machten einen super Eindruck und schauten mich mit
einem Blick an der sagte; Was ist los ? Let's go, Dad..!!! wir sind bereit
!! Das Iditarod ist ein Renner der Emotionen. Zu Tode betrübt,
himmelhoch- jauchzend sind sehr nah bei diesem Rennen. Iditarod versucht
immer wieder Dich KO zu schlagen, es hängt vom Musher ab, wie viele Male
er wieder aufstehen kann und gute Laune zu bewahren. Wieder muss ich mich
an dieser Stelle bei meinen Eltern bedanken, die uns schon früh gelehrt
haben uns von Nichts bremsen zu lassen und auch wenn nicht alles so gut läuft,
nicht den Kopf in den Sand zu stecken, sondern weiterzukämpfen. Diese
Lektion hat mir beim Iditarod sehr geholfen. Es ging also dann
wieder munter weiter Richtung Skwentna, dem 2. Strecken- posten des
Rennens. Ich füllte dort nur schnell meinen Schlitten mit Hunde- futter
ab und packte eine Balle Stroh oben drauf. Das ganze dauerte nur ca.
15min., denn ich plante auf dem Trail zu campieren, um von dem Tumult eines
Checkpoints wegzukommen und meinen Hunden eine Rast ohne andere Hundeteams
zu gönnen. Checkpoints sind oft sehr hektisch und die Hunde finden oft
keine qualitative Ruhe, da viele andere Hundeteams kommen und gehen. In
den späteren Etappen spielt es nicht so eine große Rolle mehr, denn
alles was die Hunde wollen ist; schlafen und fressen.. da sie mehr müde
sind. Die Temperaturen zu diesem Zeitpunkt waren sehr warm und
meine Hunde taten sich ein bisschen schwer damit. Ideale Renntemperaturen wären
so ca. minus 25 Grad aber zur Zeit herrschten minus 3 Grad. Na ja, gegen
Mutter Natur konnten wir noch nie etwas ausrichten, so mussten wir halt
damit leben und den Hunden viel Wasser anbieten, um sich ihre Körper abzukühlen. Dann
kam eine der spannensten Etappen und auf eine Stecke, auf die ich mich am
meisten freute. Über die sogenannte Alaska Range (größte Bergkette in
Alaska) und somit hieß es; Aufgepasst; Achterbahn..... anschnallen bitte
!!! Ich und meine Hunde liebten diese Stecke. Sie wurde von offenen Flüssen,
steilen Hängen (rauf und runter), engen Schluchten und Glatteis geprägt.
Die Hunde meisterten diese Strecke mit Bravour und kein einziger Hund
wurde verletzt. In Rohn angekommen ruhten wir uns für ein paar Stunden
aus und hatten Zeit mit Rudi (auch aus der Schweiz und Renn - Richter für
das Iditarod) ein bisschen zu quatschen. Er wollte natürlich wissen wie
es uns über die Alaska Range ergangen ist und ob ich irgendwo blaue
Flecken und Quetschungen erlitten habe. Nach gemütlicher Rast
machten wir uns auf den Weg nach Nikolai wo Freunde von mir auf meine
Ankunft warteten. Da ich während den Sommer Monaten viel im Bush von
Alaska unterwegs bin und damit mit vielen Indianern zusammen arbeite, habe
ich somit viele Freundschaften mit den Einheim- ischen schließen können.
Als ich am Streckenposten ankam, waren John und Marty mit Darin und Joey
schon dort um mich und die Hunde zu be- grüßen. Es war fabelhaft, nach
stundenlanger Fahrt so warm empfangen zu werden. Ich fütterte die Hunde,
massierte sie gut und genoss dann selbst ein Frühstück mit Speck und
Eiern. Kalorien sind auf dem Iditarod das A und O. Nicht nur um warm zu
bleiben, sondern um sich die Batterien aufzufüllen, denn schlafen konnte
ich nur ca. 2 Stunden pro Tag. Nikolai zu verlassen war ein
bisschen traurig, denn ich wusste, dass ich meine Freunde für ein lange
Zeit nicht mehr sehen würde. Na ja, Iditarod war Priorität und die Hunde
benötigten meine volle Konzentration um nicht einen falschen Weg zu
fahren oder auf dem Schlitten einzuschlafen. Das tönt wahr- scheinlich
lustig, passierte mir aber mehrere Male. Gedanken verwandeln sich in Träume
und man irrt zwischen Halbschlaf und Realität. Es war eine neue Erfahrung
für mich und machte riesig Spaß. Ich halluziniert mehrere Male. Da ich
ja für Stunden ohne Ende meine Hunde studiere, verwandelten sich einige
in Gesichter und einmal sah ich sogar, dass sich Red, Yankee, Cardinal und
Padre sich in einen Blumenstrauß verwandelten. Das ist das Ergebnis
mangelnden Schlafes. Ash, eine 3 1/2 jährige Hündin zeigte ca.
30km außerhalb von McGrath eine Schulterverletzung und so ließ ich sie
am Checkpoint zurück. Ash ist immer Happy und kommt immer sehr gerne mit
auf Trainingsläufe. Natürlich war sie enttäuscht aber es war das Beste für
sie um eventuelle chronische Verletzungen auszuschliessen. In Takotna
angekommen hieß es zuerst einmal Pause, Pause, Pause. Iditarod Regeln
schreiben vor, dass jeder Musher eine 24 h Pause an einem Steckenposten
seiner Wahl einlegt. Ich massierte meine Hunde, fütterte sie jede 4. Stunde und legte mich mit ihnen auf das Stroh und genoss die warme Sonne,
die unsere Körper und Seele wärmte und uns mit neuer Energie auffüllte.
Es war wunderbar. !!! Nach 4 Tagen konnte ich endlich einmal 3 h schlafen.
Danach war ich wieder Top fit und bereit für neue Abenteuer.
Nach 24 erholsamen Stunden verließen wir Takotna. Oh my God !!! Die Hunde
waren wieder voller Energie und ich war für die ersten 30 km auf der
Bremse wie verrückt. Sie gingen ab wie die Idioten. Nun ging es Richtung
Yukon. Nordamerikas größter Fluss. Ruby war der erste Checkpoint an
diesem Fluss und Ort, wo wir unsere obligatorische 8h Pause einlegten. In
Ruby trafen wir auf unseren Freund Billy, der in Ruby für die Logistik
verant- wortlich ist. Für viele Dörfer, die sich am Iditarod Trail
befinden, ist das Rennen das Highlight des Jahres und vielen Einheimischen
ergibt sich die Möglichkeit sich mit Mushern und Race Fans zu
unterhalten. Oft ist in diesen Dörfern nicht viel los und das Iditarod
bringt Aufregung und Neues in ihr Alltagsleben. Meine Hunde
genossen eine 9 1/2h Pause und bedankten sich bei mir mit einer extrem
schnellen Laufzeit nach Galena. Für 88km benötigten wir nur 5h 13min. Es
war die schnellste Zeit des ganzen Iditarods in 2008. Wir liefen ca. 17kmh
und das Beste war; Ich stand für die meiste Zeit auf der Bremse um
eventuelle Verletzungen zu vermeiden. Es war fantastisch !! Die
Nordlichter tanzten in grünen Vorhängen über unseren Köpfen, es
herrschten endlich kalte Temperaturen, (ca. 20 minus) die Hunde liefen wie
Maschinen.........was will man denn noch mehr im Leben. Ich war überglücklich
und wünschte, dass Iditarod hätte kein Ende. Ich überholte jetzt viele
Musher, die mich am Anfang des Rennens wie die Verrückten überholten und
verbesserte mit jedem Lauf meine Position. Wir befanden uns auf dem Yukon für
ca. 200km und waren erstaunt über die mystische Atmosphäre diese
Flusses. Es ist schwierig in Worten zu erklären, was für Emotionen mich für
diese Zeit begleiteten. Ich fühlte mich in totaler Harmonie mit meinem
Hundeteam. Als wäre ich einer meiner Hunde und mehr Tier als Mensch. Im
Einklang mit Mutter Natur und Eins mit dem Yukon. Ich kriege wieder Hühnerhaut
wenn ich nur daran denke.......unvergessliche Eindrücke......!!! Als
wir Nulato verließen, ließ ich Agate zurück. Sie war müde und machte
keinen glücklichen Eindruck mehr. Sie ist zwar immer sehr fit und ist
einer meiner besten Leithund und Mutter von einigen meiner Hunde aber ich
sah keinen Grund einen Hund zum Laufen zu zwingen also schickte ich sie
per Flugzeug nach Hause um dort von Andrea versorgt zu werden. Wir
liefen jetzt schon seit 8 Tagen im Rennen und ich hatte meine Routine
jetzt voll im Griff. Checkpoint Ankunft; Snack für die Hunde, booties
ausziehen, Futter vorbereiten, Stroh ausbreiten, Pfoten massieren, füttern
usw....Alles lief wie am Schnürchen und sehr schnell.....ich verwandelte
mich zum Roboter, der seine Arbeit erfüllt und jeder Schritt planmäßig durchführt,
schnell, exakt und gleichmäßig......ein Tanz mit meinem Team.... Ich
war ein bisschen traurig den Yukon zu verlassen. Ruhig und verträumt
waren meine Läufe und die Hunde hatten sich an die Weite des Flusses gewöhnt
und liefen gelassen und konzentriert. Die nächste Etappe führte uns ans
Meer und somit weg von den Indianern und hinein ins Reich der Eskimos. Die
Küste ist bekannt für eisige Stürme die schon manchen harten Musher zum
Umdrehen zwang. Wir hatten gutes Wetter und kamen deshalb auch gut voran.
Wir hatten wieder sehr gute Laufzeiten und mein Team war motiviert und glücklich
an diesem Rennen teilnehmen zu können. Wir liefen über kleinere
Bergketten und über das gefrorene Meer. Die Weite war faszinierend. Man
dreht sich 360 Grad und sieht einfach nichts als Eis, Eis und nochmals
Eis. Am 2. letzten Streckenposten (White Mountain) legten wir eine
obligatorische 8h Pause ein. Nome, die Ziellinie war jetzt nahe und
langsam ging's dem Ende zu. In Koyuk musste ich Pirat zurücklassen,
denn er verstauchte sich eine Zehe. Eine eher ungewöhnliche Verletzung
aber Grund genug ihn nach Hause zu schicken. Insgesamt musst ich während
1600km nur 4 Hunde zurückschicken und lief somit mit 12 Hunden ins Ziel.
Als wir den letzten Hügel in Angriff nahmen konnten wir Nome sehen. Das
Ziel war nah, das Abenteuer IDITAROD fast zu Ende. Ich konnte mir nicht
helfen aber Tränen liefen mir über die Wangen als ich die Hunde
anschaute, die mir soviel gaben und niemals meine Entscheidungen in Frage
stellten. Mir blind vertrauten und mir soviel Spaß bereiteten. Iditarod
war eine Lebensschule. Ein Test an Ausdauer und Disziplin. Wir
beendeten das Rennen mit einer Zeit von 11 Tagen, 6 Stunden, 37 Minuten
und 50 Sekunden. Es waren die besten 11 Tage meines Lebens. Wir lernten
sehr, sehr viel und können es kaum erwarten in 2009 wieder zu starten.
Mit einem mehr erfahrenen Team. Das Training hat bereits begonnen. Eins
ist klar; Iditarod wird für die nächsten 20 Jahre mein Leben bestimmen
und irgendwann werden wir das Rennen für uns entscheiden können,
versprochen. !!! Unsere Nachbarin Donna Quante hat mich bei den
Vorbereitungen für das Iditarod mit Kamera verfolgt und wird in den nächsten
paar Monaten an einem DVD arbeiten. Sobald der DVD bereit ist, werde ich
das auf dieser Webseite bekannt geben und dann können Sie ihn
bestellen. Ich möchte mich auch ganz herzlich für alle netten
und positiven E-mails bedanken. Am Montag komme ich wieder einmal nach
Appenzell. Am Freitag, den 28. März ca. 20.00 Uhr werde ich im Restaurant
Eggli von meinen Abenteuern persönlich erzählen. Wenn Sie Lust haben,
kommen Sie doch vorbei...... Iditarod 2008 war ein voller Erfolg. Auch
wenn wir nicht gewonnen haben, meine Hunde sind für mich die
Besten........Ich vermisse sie jetzt schon, während meiner Zeit in
Appenzell........ take care Sven and Andrea |
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26. Februar, 2008
Jetzt ist definitive die Schlussphase unserer Vorbereitungen. Die Hunde
sind trainiert und fit, mein Ersatzschlitten habe ich auf den Trail
geschickt (für den Fall, dass mein erster Schlitten bricht) die Futtersäcke
sind verpackt und alle Hunde sind von Andrea von Kopf bis Fuß
durchgecheckt worden. Wie soll's auch anders sein; die letzten paar Wochen
waren wieder sehr hektisch und mein Helfer und Trainingspartner Peter aus
Deutschland hatte sich den Rücken während des Trainings so sehr
verletzt, sodass er uns nicht mehr unter die Arme greifen konnte und zurück
nach Deutschland musste, um sich seinen Rücken von Spezialisten
untersuchen zu lassen.
Und das Alles in der hektischsten Zeit des Winters; Ende Januar. Wir
hatten jedoch Glück im Unglück und fanden mit Shaemus von Ontario
(Kanada) einen sehr guten, jungen und motivierten Stellvertreter, der das
Training unserer Junghunde sofort übernahm und sich zünftig ins Zeug
legt. Wir wünschen daher Peter alles Gute und hoffentlich schnelle
Genesung mit seinem Leiden. Vielen Dank für Deine Hilfe in unserem Kennel.
Wir hoffen auf ein baldiges Wiedersehen.
Auch mit Freude berichten wir, dass ich und Andrea ein kleines 3 Meilen
Rennen in Willow für uns gewinnen konnten. Es war nichts Ernstes, sondern
machte uns großen Spaß. Man musste in einem Schlafsack liegen, Wasser
kochen, 8 Hunde einspannen und dann 3 Meilen um einen See herum
rennen.

Sven und Andrea am Willow Stampede Rennen.
Die Woche vor dem Rennstart besteht eigentlich nur daraus,
sich mental auf das Rennen vorzubereiten, an Meetings teilzunehmen,
Schulen zu besuchen, um unseren Sport zu promoten und die letzten
Feinheiten an Ausrüstung vorzunehmen. Zu meiner Überraschung bin ich
eigentlich fast nicht nervös, sondern kann es jetzt kaum mehr erwarten
endlich zu starten.

Denali, der höchste Berg Nordamerika's
Vor 2 Tagen war eine Kamera Crew vom Discovery Channel bei
uns zu besuch für Interviews und Fotos. Es ist zwar noch nicht in Stein
geschrieben, aber sie wollen uns für einen Teil des Rennens mit Kamera
verfolgen um das Rennen besser and die Öffentlichkeit zu bringen. Ich wäre
natürlich geehrt, das zu machen und somit unseren Sport vermarkten zu können.
Je mehr positive Presse, desto besser......
Also, liebe Leute.....dies ist mein letztes Update bis
nach dem Rennen. Natürlich werde ich nach dem Iditarod viel zu erzählen
haben (Hoffentlich nicht zu viele Horror-Stories)
Iditarod..........wir kommen....wünscht mir Glück......
Sven
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24.
Januar 2008
Das Copper Basin 300 wurde letzte Woche erfolgreich abgeschlossen. Die
Hunde erstaunten mich wie immer und trotz einiger Fehler meinerseits be-
setzten wir den 8. Schlussrang. Am Start des Rennens war ich sehr
aufgeregt, da dieses Rennen unser erster Test der Saison war. Mit 26
Teilnehmern war das Feld gut besetzt und der amtierende Iditarod Champion
Lance Mackey war unter den Racern und war somit natürlich ein Favorit für
den Champion Titel. Die erste Etappe führte uns gefrorenen Flüssen
entlang und nach 50 Milen war Chistochina der erste Checkpoint.
Mit einer guten Zeit lagen wir im vorderen Drittel. Ich war stolz auf
meine Hunde. Cedar und Maple waren meine Leithunde für die erste Etappe,
da sie ein bisschen langsam sind, denn zuviel Tempo am Anfang des Rennen
kann leicht zu Verletzungen führen. Spruce, Padre und Yankee wollte ich für
die Schlussetappen sparen, denn sie sind meine Raketen - Leithunde und der
Alptraum eines jeden gegnerischen Hundeteams.
Je länger das Rennen dauerte desto besser wurden meine Hunde. Meine
Aufgabe bestand darin, sie bei guter Laune zu halten, sie zu massieren,
pflegen, füttern und sie durch gezielte Kommandos durch die alaskanische
Wildnis zu leiten. Meine Hunde lieben das ganze Renngeschehen. Sie bellten
jeweils aufgeregt, wenn sie ein anderes Team "riechen" konnten
und liebten es, ein Team zu überholen und es im Schatten stehen zu
lassen.
Zu meinem Fehler; 50 Milen vor dem Ziel beschloss ich, den Hunden eine
2 1/2 h Pause zu gönnen. Es lag mir an fehlender Erfahrung, dass so eine
Pause fast schlimmer ist als gar keine, denn nun waren meine Hunde steif
und fühlten sich ein bisschen müde. Die Pause nahm uns den Wind aus den
Segeln und wir beendeten das Rennen auf dem 8. Schlussrang. Na ja, ich
habe aus dem Fehler gelernt und somit war das Copper Basin 300 ein
Erfolg.
Wir freuen uns schon auf das Iditarod anfangs Maerz.
Bis
dann.......
Sven und Andrea |
| 5.
Januar 2008
Als erstes wünsche ich allen Lesern und Leserinnen dieser Webseite ein
frohes neues Jahr, gute Gesundheit und viel Glück. Wir hatten schöne
Festtage hier in Alaska, obwohl Andrea nach Missouri ging, um Weihnachten
mit ihrer Familie zu verbringen. Na ja, Peter war ja auch noch hier und so
genossen wir eines Abends ein wunderbares Essen; Krabbenbeine...mmhh!!
Den Hunden geht es sehr gut und fast alle sind wohlauf. Fast, ja, Magnum,
einer unserer Yearlinge brach sich auf einem Freerun das linke Hinterbein.
Der Arme hat jetzt einen Gips und darf für eine Weile nicht mit seinen
Kumpels herumtollen. Andreas' Berichten zufolge wird er in ca. 2
Monaten wieder 100% lauffähig sein. Glück im Unglück, denn Beinbrüche
bei Schlittenhunden können in manchen Fällen das Ende einer Karriere
bedeuten.
Dank mehreren Schneefällen herrschen hier traumhafte Verhältnisse und
die Temperaturen sind perfekt für Iditarod Training. Das Thermometer
pendelt zwischen -5 und -35 Grad Celsius. Unsere Trainingseinheiten werden
jetzt verstärkt und letzte Woche waren wir auf Campingtour. Das heißt,
ich schaue auf mein GPS und zwischen einer Distanz von 60-65km stoppe ich für
3-5 Stunden, pflege die Hunde, füttere sie und gehe den gleichen Weg
wieder zurück nach Hause.
Nächste Woche werden wir die Hunde das erste Mal richtig testen. Wir
nehmen am Copper Basin 300 Rennen teil. Das Rennen ist bekannt für steile
Hänge, offenes Wasser und Temperaturen von bis zu 40 minus. Für mehr
Informationen www.cb300.com, da können
Sie meinen Rennverlauf genau mitverfolgen und sehen wo ich mich
befinde.
Auch Peter macht täglich Fortschritte mit seiner Jungmannschaft. Er zeigt
endlose Geduld mit dieser Rasselbande und schaut motiviert und zuver- lässig
seinem ersten Rennen, dem Don Bowers 300 entgegen. Das Rennen startet
praktisch vor unserer Haustuer und natürlich somit mit kleinen Kosten
verbunden. Es wird der erste Test für das Peter-Team und man wird dann
definite entscheiden, ob das Iditarod 2008 in Realität umgesetzt werden
kann.
Auch möchten wir unsere Partnerschaft mit GoNorth bekannt geben.
GoNorth spezialisiert sich auf Abenteuer Reisen in Alaska, Mietautos und
hat ein kleines Bed und Breakfast in Fairbanks. Sind Sie ein Abenteurer, dann
können Sie auf der Ferien Seite mehr über eine Reise erfahren, die Sie
bestimmt nie vergessen würden.
Ansonsten wünsche ich einen schönen Januar und wer weiß, vielleicht
statte ich der Schweiz Ende März einen kurzen Besuch ab. Mal sehen......
Ansonsten, take care, dream on and live
life........... Sven und Andrea |
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Würste braten ist angesagt.....
Glück im Unglück. Haus dank Fluss gerettet.

Beiss Dir bloß nicht die Zähne aus Ash !!!!

Peavy, einer unserer 1 1/2 jährigen. Er hat viel Wille,
Talent und Kraft.
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12. Oktober 2007
Endlich zu Hause !!!! Nach 6 langen und abenteu- erlichen Monaten ist für
das nächste halbe Jahr, Willow wieder meine Adresse. Es waren spann-
ende und erlebnisreiche Monate mit der Pioneer Peak Type 1 Crew aber ich
bin jetzt doch sehr froh, dass der Sommer wieder verletzungsfrei vorbei
ist und ich mich voll und ganz den Hunden widmen kann. (Und natürlich
meiner Frau ;-))
Am 25. September kam ich zurück und seither ist natürlich wie immer
hier wieder die Hölle los. (so muss es auch sein) Das ganze Grundstück
muss natürlich auf Vordermann gebracht, alle Fahrzeuge kontrolliert
und repariert werden (auch Snowmobil und Quad) und der Hundeplatz muss
neu planiert sein, denn es könnte jetzt zu
jeder Zeit einen halben Meter Schnee geben,
Am 30. September kam dann meine Schwester mit ihrem neuen Freund Richi
auf Besuch ( je öfter desto besser) und Richi wurde dann auch ohne große
Schlägerei in die Familie aufgenommen. Sie sind ein super Paar.....
Dann verließ uns nach 5 1/2 Monaten unsere Hundebetreuerin Anita. Sie
sorgte sich gut um alle 4-Beiner und kümmerte sich um unser
Business wahrend ich weg war. Am 9. Oktober verließ mich dann auch noch
meine Ehefrau. Keine Panik, nicht für immer, sonder glücklicherweise nur
für 5 Tage. Sie ging an eine Tierärztekonferenz in der Spielerstadt Reno
und trifft sich dort gleichzeitig mit ihren Eltern.
Das heißt jetzt, dass ich der Einzige bin, der hier die Burg beschützt.
Ich genieße die Zeit mit meinen Hunden und schätze den Frieden bevor es
wieder los geht, denn am 10. November kommt ja der Peter aus Hamburg und
hilft uns, die 1 1/2 Jährigen zu trainieren. Zur Zeit trainiere ich
die Hunde mit dem Quad, da wir noch keinen Schnee haben. Wir konzentrieren
uns in dieser Phase vor allem auf den Muskelaufbau, trainieren mit
langsamen Tempo und erhöhen die Strecken nur jede 2. Woche. Mit dieser
Strategie hoffe ich, Verletzungen in den harten Wintermonaten Januar,
Februar und März vorbeugen zu können. Mal sehen ob's funktioniert.
Wir wünschen schon jetzt Allen einen schönen Wochenstart und bis bald
Sven und Andrea
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Sonntag, 29. Juli, 2007
So, jetzt gibt es wieder einmal ein Lebenszeichen von Willow Creek
Kennel. Ich hoffe alle meine lieben Leser hatten ein paar schöne
Sommermonate, genossen die warmen, sonnenreichen Tage in Alaska und natürlich
auch in der Schweiz. Unser Frühling war eher feucht und somit war auch
die Feuer- saison ziemlich ruhig. Im Juni hatten wir dann endlich mehrere
Feuer und die Action ging los. Zuerst waren wir in Kenai (etwa 5
Autostunden südlich von Willow) und bissen uns dort fast die Zähne aus.
Mehrere Häuser brannten nieder und es ging Zu und Her wie im Krieg. Wir
rannten von einem Haus zum Anderen und setzten Sprinkler Systeme auf.
Viele Gründstücke konnten so gerettet werden. Das wichtigste jedoch war,
dass niemand verletzt wurde.
Vor ein paar Tagen kam ich von einem Feuer in Ruby zurück. Ruby ist
ein Iditarod Streckenposten und somit war ich natürlich sehr motiviert,
das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Nach ca. 8 Tagen kam uns Mutter
Natur mit Regen zur Hilfe und so wurde auch dieses Feuer lahmgelegt.
Morgen Montag geht es dann Richtung Idaho. Anscheinend brennt es dort
unten wie verrückt und Häuser und Wälder sind in Gefahr.
Was machen wir denn eigentlich wenn wir Waldbrände bekämpfen?
Also, unsere Crew besteht aus 20 Männern untergeteilt in 2 Gruppen.
Jene mit Pickel und jene mit Motorsagen. Ich bin sozusagen dafür
verantwortlich, dass alle Motorsagenoperation reibungslos laufen und
bediene auch selbst eine Stihl MS 046 Magnum. Wir schneiden eine Schneise
zwischen unver- branntem Wald und Feuer, damit der Rest mit Schlauch und
somit Wasser und Pickeln das Feuer bekämpfen kann. Wenn jedoch das Feuer
zu aktiv ist, werden Helikopter mit großen Wasserbehältern eingesetzt.
Wenn das der Fall ist, bin ich per Funk mit dem Helikopterpiloten
verbunden und teile ihm so mit wo der nächste Wasser-Drop am effektivsten
ist. Waldbrandbekämpfung ist harte Arbeit, macht aber riesig Spaß und
bringt viel Action und Abenteuer mit sich.
Wir essen Militär Futter, nehmen für 2 Wochen keine Dusche (wie hätte
ich das doch als 10 Jähriger geliebt) schlafen in Zelten und benehmen uns
wie Tiere. Jedes Mal wenn ich nach 2 Wochen wieder nach Hause komme bin
ich schwarz von Kopf bis Fuß von der Asche und muss mich sicher etwa 5 mal
duschen bis kein schwarzes Wasser vom Körper tropft.
Wie geht's den Hunden?
Die Hunde werden zurzeit super von unserer Anita betreut.
Sie trainiert sie fast jeden Tag um sie mental zu beschäftigen und körperlich
auf eine gute Verfassung zu bringen. Iditarod 2008 rückt immer näher......
Judihui, ich kann's kaum erwarten und werde nervös wenn ich nur daran
denke.
Wenn ich dann Ende September wieder nach Hause komme, sind die Hunde
schon voll fit und ich kann das Training selbst übernehmen.
Andrea ist zurzeit in den Ferien im Norden Alaska's mit Freunden von uns.
Ich hoffe sie erlebt einige unvergessliche Abenteuer und sieht Bären,
Caribou's, Füchse und was immer auch dort oben herumkriecht.
Ich möchte mich bei allen treuen Lesern dieser Webseite bedanken und
hoffe, dass diese Seite interessant und informativ ist.
Ich wünsche Euch einen super schönen Sommer und wenn Ihr in Willow,
Alaska seit........die Türen stehen immer offen.....
take care
Sven, Andrea, die Katzen, Hunde und Anita |
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Training der Junghunde mit Blaze als Trainingshilfe ;-)....
wie man sieht.......

California dreams.

1. April! Ein traumhafter Tag.......ohne Witz. Camping am Yentna
Fluss

Unser Model; Bullet.......bitte lächeln. !
Mount Baldy, wunderbare Aussicht, eine halbe "Snowmachine
- Stunde" hinter unserem Haus.
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31. März, 2007
Langsam aber sicher geht auch hier in Willow ein wunderschöner und
langer, kalter Winter zu Ende. Wir hatten viel Spaß und Erfolg mit
unserer Mann- schaft, lernten wieder viel und können es kaum erwarten bis
die ersten Schneeflocken im Oktober wieder fallen werden.
Tony ist heiter und munter vom Serum Run zurück- gekehrt. Er hat sich
nur ein paar Frostbeulen an den Ohren und an der Nase zugezogen und hat
auch die Hunde in bester Verfassung nach Hause gebracht. Nicht schlecht,
denn immerhin hatten sie während des ganzen Serum Run's
Durchschnittstemperatur- en von minus 30 Grad und während manchen Nächten
sogar bis minus 60. Natürlich benötigten die Hunde extrem viel Futter,
bestehend aus Fett, Fleisch und Trockenfutter. Auch trugen sie Mäntel, um
sie vor der Kälte zu schützen. Dieses Jahr war der Serum Run besonders
hart und demzufolge profitierten unsere Hunde natürlich sehr davon.
Glatteis, Wind, Kälte, schneelose Tundra, gefrorenes Meer......all das
stärkte natürlich die Charakter unserer Hunde und bereitete sie für das
kommende Iditarod vor. Wir sind sehr stolz auf Tony und unsere Hunde, denn
der Serum Run war dieses Jahr sicherlich kein leichtes Unterfangen und
Tony ist inzwischen doch auch schon 65 Jahre alt. Nicht schlecht....Ich
hoffe, dass ich in seinen Jahren auch noch so im Schuss bin......
Um unsere Saison zu beenden lief ich mit 18 unserer Rennhunde zur
Yentna Station hinaus. Das ist der erste offizielle Streckenposten des
Iditarod's und ist nur ca. 65 km von unserem Haus entfernt. Als ich also
mit meinen Hunden im Stroh lag und die warme Nachmittagssonne genoss,
landete ein Buschflugzeug direkt vor meiner Nase. Natürlich staunte ich
nicht schlecht als Andrea ausstieg. Sie hatte die Gelegenheit mit unseren
Freunden Hillary und Kent ein Sonntags Aus(flug) zu genießen und
beschloss mich zu besuchen. Was für eine Überraschung.
Zurzeit halten uns die 21 Hunde, die letzten Sommer geboren wurden, auf
Trab. Wir trainieren sie regel- mäßig bis zu 7 km pro Tag und
bilden sie zu Schlittenhunden aus. Es macht riesig Spaß mit ihnen zu
arbeiten und ein Grossteil dieser Hunde wird in meinem Iditarod Team in
2009 mitlaufen.
Am 11. April fange ich eine neue Saison als Feuer- wehrmann an und
werde überall in Alaska bei Waldbränden eingesetzt. Anita Buechi aus
Winter- thur wird den Sommer über die Hunde betreuen und unser
Sommertraining übernehmen, damit wir dann im September das Training
wieder intensiv auf- nehmen können.
Wir wünschen Euch einen recht schönen Frühling und natürlich frohe
Ostern....!!!
Sven und Andrea....
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Astro and Willow ready to go...

Vorbereitungen um unser Winter Camp aufzubauen, um
Rennbedingungen zu simulieren.

Blaze, unser kleiner Sankt Nikolaus. Natürlich war sie
damit nicht so sehr begeistert, wie man sieht....

Ein Elch, welcher von einem Auto angefahren und getötet
wurde, wird hier von mir und Shawn zum Trocknen vorbereitet.
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9. Februar 2007:
Auch diesen Winter leben wir unsere Alaskanischen Träume voll aus. Ein
Highlight jagt das Andere und unsere Hunde konnten bisher von genialen
Wetter- verhältnissen profitieren, die sich natürlich sehr positiv auf
das Training ausgewirkt haben. Am 6. Januar war es dann soweit; Toni und
ich nahmen am Knik 200 teil. Wie der Name schon sagt, ein 200 Meilen
Rennen (ca. 300km) auf dem gefrorenen Big Susitna Fluss. Unser Ziel war
es, das Rennen als Training zu bestreiten und uns im hinteren Drittel
aufzuhalten, möglichst viel Erfahr- ungen für die Hunde zu sammeln und
das Ganze positiv und mit gesunden Hunden zu beenden.
Das Ziel wurde erreicht und nun konnten wir uns für das Don Bowers 300
vorbereiten an dem ich und 14 meiner besten Hunde teilnahmen. Auch dieses
Rennen führte uns über gefrorene Flüsse und Seen, durch abgelegene Wälder,
über kleinere Berg- ketten ins Ziel nach Willow. Das Ganze über eine Distanz
von 450km. Unsere Hunde bewährten sich als das beste und härteste Team
im Feld und wir gewannen das Rennen mit 3 Stunden Vorsprung über den 2.
Platzierten. Es war mir ein Vergnügen zuzusehen, wie sich die Leistung
unserer Hunde von Etappe zu Etappe verbesserte. Das harte Training schien
sich zu bewähren und motiviert uns natürlich sehr das Iditarod 2008 zu
bestreiten. Tja, Schlitten- hunderennen !!! Total unser Ding, draußen in
der Wildnis Alaska's Katz und Maus zu spielen, ist genau die
Herausforderung und das Abenteuer was ich immer schon suchte und endlich
hier in Alaska gefunden habe.
Am nächsten Wochenende wird Toni und 12 meiner Junghunde den Serum Run
bestreiten. Ein 1000km langer Trainingslauf um meinen 1 1/2 jährigen Hunden
die Lektionen zu erteilen, die sie für das Iditarod benötigen.
Andrea war die letzten zwei Wochenende mit Schneeschuh, Langlauf und
Skijoering - Rennen beschäftigt und hatte viel Spaß daran. Gestern
bekamen wir Besuch von Silvia Rusch aus Appenzell. Jetzt sind wir schon 3
Appenzeller im Haus, ob das Andrea je überlebt.....;-)
Bis zum nächsten
Mal.....
Sven und Andrea |
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Die Arbeit mit der Feuerwehr ist somit zu Ende. Es hat
riesig Spaß gemacht und wir haben manche Abenteuer zusammen
durchgestanden.

Waldbrand Bekämpfung mit einem Skycrane - Helikopter, der mit bis zu 8
Tonnen beladen werden kann!!
Aus dem Wasser auf die Velos. Ein nicht ganz seriöser
Triathlon an Andreas' Geburtstag.

Nur noch ein paar Tage, dann kann ich endlich sehen was
hier getrieben wird!!!

Lasst uns hinter dem Haus verstecken, damit uns niemand
finden kann..

Michael, unser Freund und Helfer aus dem Wallis. Wir
werden Ihn jetzt schon vermissen. (Er wäscht sogar sein eigenes Geschirr
ab)

Unser neues Trainingsrad mit Cash in Aktion......
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27. September 2006:
Endlich wieder Zuhause. Nach einem anstrengendem Sommer bin ich nach 4
1/2 Monaten wieder bei Frau und 4-Beinern. Es war mein 3. Sommer mit der
Pioneer Peak Feuer- Truppe aber mein erstes Mal, dass wir überall in
Amerika tätig waren. Da der Sommer in Alaska wortwörtlich verregnet
wurde, ging uns hier die Arbeit aus und wir wurden nach Alberta / Kanada
verfrachtet, wo wir für 3 Wochen dem Teufel die Hölle durchnässten! ;-).
Dann ging es weiter nach Nevada, Montana und Idaho. Niemand wurde während
dieser Zeit seriös verletzt und so kehrten wir nach langer Zeit, gesund
aber mental müde nach Hause. Wir sammelten viel Erfahrung in
verschied- ensten Gebieten West Amerikas und ich kam zu
der Erkenntnis, dass ich mich an das Leben in Alaska auf 150m über Meer gewöhnt
hatte. Wir arbeiteten meistens auf 3000m über Meer und ich hatte etliche
Male das Gefühl meine Lungen platzen mir aus der Brust. Nach etwa 3
Wochen jedoch gewöhnten wir uns an den Höhenunterschied und nach 2
Monaten, rannten wir die steilen Hänge hinauf.
Dies war der erste Sommer, dass ich so lange weg war und natürlich war
es sehr beruhigend zu wissen, dass Zuhause alles beim Rechten war und wir
sozusagen einen Knecht namens Michael aus dem Wallis/Naters, bei uns hatten.
Ein 32-jaehriger Reisender, der sich gedacht hatte, er könnte sich hier
in Willow ein bisschen von der hektischen Schweiz erholen. Tja, Sorry
Michael, falsch gedacht. Michael hatte alle Hände voll zu tun. 21 Welpen
und 24 Rennhunde hielten ihn den ganzen Tag auf Trab.!!
Richtig gelesen, 45 Hunde. Nachdem wir die letzten 2 Jahre nur wenige
Geburten hatten wurden wir dieses Jahr mit Welpen überhäuft. Aspen hatte
7 Welpen (5 boys, 2 girls), Kochee gebar 2 girls, Freedom hatte 5 (4 boys,
1 girl) und Agate brachte 7 kleine Schlittenhunde zur Welt (5 boys, 2
girls). Damit waren Andrea und besonders Michael sehr beschäftigt.
Wie schon erwähnt, war es hier in Alaska sehr regnerisch und kalt.
Andreas' Garten litt unter der Kälte und ein paar Gemüsearten und Blumen
ließen ihre Köpfe in der Erde stecken. Das Gegenteil war der Fall mit den
Schlittenhunden. Sie genossen die kalten Temperaturen und Michael hatte
ein regel- mäßiges Trainingsprogramm einzuhalten. Vor ca. 4 Wochen
starteten wir mit dem Quad-Training. Alle 4 und 2 Beiner sind hochmotiviert und
in guter Fitness, sodass für ein erfolgreicher Winter nichts im Wege
steht.
Was sind die Trainingsziele für den kommenden Winter ?:
Wir haben 3 verschiedene Gruppen, die unter- schiedlich trainiert
werden.
Die 1. Gruppe sind 15 Hunde, mehrheitlich 2 1/2 Jahre alt, die
mit mir am Serum Run 2006 oder anderen Langdistanzrennen teilgenommen haben.
Wir werden den Hebel ein wenig anziehen und sie ein bisschen unter Druck
stellen, um zu sehen, aus was für Holz sie geschnitzt sind.
Die 2. Gruppe sind 7 Junghunde (1 1/2 Jahre alt). Unser Freund
Tony Schmidt wird Ende Nov. das Training übernehmen und mit zusätzlichen
5 Hunden aus Gruppe 1 ( fielen aus Verletzungsgründen am letzten Serum
Run aus) den Serum Run 2007 be- streiten.
Die 3. Gruppe sind 21 Welpen zwischen 2 und 5 Monate alt. Ihnen
werden verschieden Basis - Lektionen beigebracht um sie auf das Leben als
Schlittenhund vorzubereiten.
Natürlich dürfen wir nicht vergessen Ihnen mitzu- teilen, dass wir neu
ein Hamster- Rad für unsere Hunde zusammengebastelt haben. Clicken Sie
hier (in Bearbeitung) um einen kleinen Video herunter- zuladen und um zu sehen, wie das Ganze
funktioniert. Es macht den Hunden riesig Spaß und manche trainieren schon
jetzt für das Iditarod. :-)
Also, liebe Leser, ab jetzt gibt es wieder regelmäßig Neuigkeiten auf
unserer Webseite. Was gerade so läuft, was geplant wird und natürlich
wie's unseren 4 Beinern so geht......erfahren Sie hier....!!! Bis
bald
Sven und Andrea |
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Start zum 1200km langen Serum Run

Abend - Idylle an einem Checkpoint - (Steckenposten)

Damit meine Hunde von Wind und Sturm geschützt waren,
schaufelten wir kleine Löcher in die Schneedünen.

Alaskanisches Taxi

Meine geliebtes Appenzell

Swiss - Nature
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31. März, 2006:
Nach 5 interessanten, spannenden und lehrreichen Wochen bin ich endlich
wieder bei meiner Frau Andrea und all unseren Hunden und Katzen, gesund
und wohlauf wieder in Willow, Alaska angekommen. Der Serum Run 2006 war
ein voller Erfolg und ich könnte nicht zufriedener mit der Leistung
unserer Hunde sein.
Es war interessant mitzuverfolgen wie sich alle Tiere im Laufe der 3
Wochen positiv veränderten. Da alle unsere Hunde erst 1 1/2 jährig sind,
war diese 3 Wochen lange Tour ein optimales Training für zukünftige
Rennen. Auch das Wetter spielte mit und testete unsere Hunde stets mit
vielseitigen Faktor- en. Wind, Kälte, und Schneestürme waren ein Teil
des Trainings, dazu kamen etliche Berge, die zu überqueren waren,
Glatteis auf verschiedenen Flüssen und Seen und sogar offenes Wasser
testete unsere Hunde immer wieder aufs Neue.
Jetzt sind alle um viele Erfahrungen reicher und auf bestem Wege,
erwachsene Schlittenhunde zu werden. Wir werden sehen..........Die Zukunft
sieht auf jeden Fall rosig aus und ich wünsche mir jetzt schon, dass es
wieder Oktober wäre, damit wir mit dem Training wieder beginnen könnten.
Ich weiss: Geduld ist angesagt und daher heisst es jetzt vorerst: "
Schaffe, schaffe, Haeusle baue, Geld verdienen......"!!!
Zurzeit bin ich gerade damit beschäftigt mein Tagebuch zusammenzufassen und
die Photos zu sortieren. Sobald alles bereits ist werde ich es auf dieser
Seite veröffentlichen. Darum; Einfach immer wieder hier reinschauen
uns schauen was los ist.!!!
Und dann ....?!?! Kulturschock pur....Nach 3 Wochen in Alaska's Wildnis
hiess es; Zürich International Airport. Nach soo langer Zeit ging es
endlich wieder einmal ins Appenzeller Land. Ich besuchte viele Kollegen
und Bekannte und erkannte (zum Glück), dass sich in 4 Jahren eigentlich
fast nichts und niemand gross verändert hatte.
Auch nach 4 Jahren bin ich noch immer sehr stolz darauf ein Appenzeller zu
sein. Alles ist extrem sauber, Häuser und Bauernhöfe sind schön her-
gerichtet, Alles ist nah und leicht erreichbar, die Innerrhoder sind immer
gut gelaunt und freundlich und das Essen, mmhhh, das Essen ist einfach
absolut fantastisch..!!!
Appenzeller Käse, Cervelats, Geschnittener Fleischkäse, Schokolade,
das Brot, Raclette und natürlich ein Locher Bier, sind Gründe genug um
schon bald wieder einmal auf Besuch zu kommen.
Ich möchte mich daher bei meiner Familie, Verwandten, Bekannten und
Freunden bedanken, denn Ihr habt dazu beigetragen mein Schweizer Besuch
als unvergessliches Erlebnis in Erinnerung zu behalten. Bis
bald...........Love you guys....
Sven und Andrea Haltmann, Willow Creek Kennel |
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